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Ein Ziel vor Augen - Brandenburger Reservisten und Aktive bauen einen Sicherungszug auf

Auch wenn der Jahresabschluss nicht unbedingt gelingt - Brandenburger Reservisten behalten ihr Ziel auch im neuen Jahr fest im Blick.

Stabsfeldwebel Glauer (Mitte) weist sein Team ein. (Quelle: Bundeswehr/Detlef Schachel)

Diesen Jahresabschluss auf der Basis der Schießbahn 3 auf dem Truppenübungsplatz Lehnin hatte sich Marcel Glauer etwas anders vorgestellt. Der Stabsfeldwebel arbeitet seit einigen Jahren als aktiver Soldat im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Da er in der Region wohnt, begann er bereits vor einigen Jahren die Ausbildung der Reservisten in der Landesgruppe Brandenburg zu unterstützen. Inzwischen ist er in den Vorstand gewählt und dort für die Ausbildung zuständig. „Das liegt mir, da kommt mir meine Vergangenheit als Luftwaffensicherungssoldat zu Gute“, sagt der 46-Jährige mit einem Lächeln.

Dreijahresplan aufgestellt
 

Hauptgefreiter Schatz bringt seine Pionier-Kenntnisse ein. (Quelle: Bundeswehr/Detlef Schachel)

Irgendwie wollten die Brandenburger Reservisten der sich immer wiederholenden Ausbildung ein Ziel geben. „Es entstand die Idee, einen Sicherungszug aufzubauen“, schaut Glauer zurück. So wurde unter seiner Federführung ein Dreijahres-Programm entwickelt: „Herstellen eines gemeinsamen Abholpunktes im ersten Jahr, Gruppen- bzw. Trupp-Ausbildung im zweiten Jahr und im dritten Jahr Ausbildung im Zugrahmen“, fasst Glauer die auf das Ende des Jahres 2020 ausgerichteten Inhalte kurz zusammen. Gut vierzig Mitstreiter waren rasch gefunden. Und so ging es zu Beginn des Jahres 2018 los.

Stabsfeldwebel Marcel Glauer hat sich für die Ausbildung Partner gesucht. So stehen ihm für die Ausbildung zum Beispiel Unteroffizier d.R. Mario Steffen und Hauptgefreiter d.R. Torsten Schatz zur Seite. Während Steffen bei einem Sanitätsverband beordert ist, blickt Schatz auf eine aktive Dienstzeit in der Pioniertruppe zurück, war 2000/2001 in einem Auslandseinsatz im Kosovo eingesetzt.

Heute ist der 38-jährige Schatz Teamleiter bei einem Dienstleister. „Ich will gebraucht werden“, bringt er seine Motivation für die Arbeit in der Reserve auf den Punkt. „Außerdem ist es ein guter Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit“, ergänzt Familienvater Schatz, der im Zuge der Ausbildung sogar schon als Führer in einem Gruppengefechtsschießen eingesetzt war. Eine Verwendung in der Reserve als Gruppenführer sieht er als nächstes Ziel für sich. Auch über eine Beorderung denkt er nach – bei den Pionieren oder bei den RSU-Kräften.

Blick stets nach vorn
 

Schießen mit dem G36 ist Teil der Ausbildung. (Quelle: Bundeswehr)

Die Zukunft der Angehörigen des künftigen Sicherungszuges hat auch Stabsfeldwebel Marcel Glauer im Blick. Nach dem Abschluss des ersten Ausbildungsabschnittes, dem Erreichen eines gemeinsamen Ausbildungsniveaus für die weitere Ausbildung, sind Einzelgespräche vorgesehen. „Wir wollen mit jedem der Teilnehmer reden, wie er sich selbst einschätzt und wo er sich künftig sieht“, beschreibt der Stabsfeldwebel die Herangehensweise. So soll im Miteinander die Struktur des künftigen Sicherungszuges geformt werden.

Dies alles sollte hier auf dem Truppenübungsplatz in Lehnin erfolgen, unmittelbar nach einer anspruchsvollen Überprüfung der bisher vermittelten Ausbildungsinhalte wie Bewegungsarten, orientieren bei eingeschränkter Sicht, Stellungsbau, Beobachten und Melden, Bau von Sperren, Feuerkampf mit dem Gewehr G36 oder das Bergen und Retten von Verletzten. Dafür war ein forderndes Übungsszenario vorbereitet, in dem die Truppe zur Sicherung eines Gefechtsstandes eingesetzt werden sollte. „Leider sind nicht genügend Teilnehmer angereist, um das Ausbildungsziel zu erreichen, sodass wir die Übung absagen mussten“, gibt Glauer enttäuscht zu Protokoll. Gut möglich, dass auch das nasskalte Wetter zum Jahresausklang seinen Anteil daran hat.

Aber Trübsal blasen ist Glauers Sache nicht. „Klar, dass wir das nachholen werden“, gibt er sich optimistisch mit Blick auf das neue Jahr, während er mit einem kleinen Team die bereits vorbereiteten Stationen auf der Basis der Schießbahn 3 zurückbaut. Diesen Schwung nehmen seine beiden Mitstreiter, Unteroffizier d.R. Steffen und Hauptgefreiter d.R. Schatz, dann auch ganz praktisch auf. Sie sprechen mit dem Leitenden auf einer nahe gelegenen Schießbahn und bieten ihre Unterstützung an. Dort werden künftige Sicherungssoldaten durch die RSU-Kompanie Berlin ausgebildet. Schnell ist man sich einig und richtet eine zusätzliche Parallelausbildung ein – das Bergen und Retten Verwundeter im Gefecht. Gelebte Kameradschaft in der Reserve.

Unteroffizier Steffen (hinten rechts) überwacht die San-Ausbildung. (Quelle: Bundeswehr)

Weitere Bilder der Ausbildung


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Stand vom: 02.01.2019 | Autor: Detlef Schachel


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