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Erste Veteranenabzeichen ausgegeben

Der Tag der Bundeswehr 2019 bildete den Rahmen für die Ausgabe der ersten neu eingeführten Veteranenabzeichen.

Im November 2018 hatte die Bundesministerin der Verteidigung in einem Tagesbefehl den Veteranenbegriff definiert. Demnach ist Veteranin oder Veteran der Bundeswehr, wer als Soldatin oder Soldat der Bundeswehr im aktiven Dienst steht oder aus diesem Dienstverhältnis ehrenhaft ausgeschieden ist, also den Dienstgrad nicht verloren hat. „Ihr aller Dienst zählt! Aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, Gesunde und Versehrte, wollen wir so in gleicher Weise wertschätzen“, hatte die Ministerin in dem Tagesbefehl hinzugefügt. Ausgehend von diesem Verständnis seien zudem Vorschläge zu erarbeiten, wie die Würdigung der Veteranen weiter ausgestaltet werden kann.

Die Ministerin würdigt die Arbeit der Soldaten und übergibt die ersten Veteranenabzeichen.
Die Ministerin würdigt die Arbeit der Soldaten und übergibt die ersten Veteranenabzeichen. (Quelle: Bundeswehr/Detlef Schachel )

Nun, nahezu sieben Monate später, übergibt die Ministerin während des Tages der Bundeswehr die ersten Veteranenabzeichen am Bundeswehrstandort in Faßberg. Zuvor hatte sie die Arbeit der Soldaten gewürdigt. Das Abzeichen, das ausschließlich an der Zivilkleidung getragen werden kann, ist ein Symbol der Verbundenheit und Identifikation mit der Bundeswehr und verleiht ihr mehr Sichtbarkeit in der Gesellschaft.

Weitere Erläuterungen gibt der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Vizeadmiral Joachim Rühle, in seiner Funktion als Beauftragter für Veteranenangelegenheiten der Bundeswehr in einem Video-Interview. Auch für ihn ist wichtig: Veteranin oder Veteran ist, wer sich als Veteranin oder Veteran fühlt.

Staatssekretär Dr. Tauber steht an einem Rednerpult und hält eine kurze Ansprache.
Staatssekretär Dr. Tauber während seiner kurzen Ansprache. (Quelle: Bundeswehr/Detlef Schachel)

Auch mal „danke“ sagen

Auch an anderen Standorten des diesjährigen Tages der Bundeswehr wurden die ersten Veteranenabzeichen überreicht. In Bad Hersfeld, wo sich die Bundeswehr im Herzen der Stadt im Rahmen des Hessentages präsentierte, übernahm der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Peter Tauber, die Übergabe der Abzeichen. In einer kurzen Ansprache ermutigte er die Bürgerinnen und Bürger auf die Soldaten zuzugehen und ihnen einen „Herzlichen Dank für ihren Dienst“ zu sagen. „Dann werden Sie erleben, dass Sie ein Lächeln geschenkt kriegen“, ergänzte der Staatssekretär. Zudem könne man dies gleichermaßen bei Allen machen, die Uniform tragen in unserem Land für unsere Gesellschaft.

Oberstabsfeldwebel Bauer erhält sein Veteranenabzeichen.
Oberstabsfeldwebel Bauer erhält sein Veteranenabzeichen. (Quelle: Bundeswehr/Detlef Schachel )

Aktive und Reservisten erhalten Abzeichen

Drei der vier Soldaten, die in Bad Hersfeld ein Veteranenabzeichen aus den Händen von Staatssekretär Dr. Tauber erhalten, sind Reservisten - unter ihnen der Oberstabsfeldwebel Carsten Christian Bauer. Der 47-jährige Hesse diente als Zeitsoldat im Panzeraufklärungsbataillon 13 im Thüringischen Gotha. Dort ließ er sich auch gleich als Reservist beordern, als er 2005 seinen aktiven Dienst beendete. Es folgte eine berufliche Ausbildung über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr. Einige Jahre später orientierte sich Bauer für seine Arbeit als Reservist neu. „Der Aufbau von Regionalen Sicherungskompanien in den Bundesländern kam mir mit Blick auf meinen Wohnort in Hessen sehr gelegen“, erklärt Bauer den regionalen Aspekt seines Wechsels in die Territoriale Reserve im August 2013.

Mehrere Reservisten und Reservistinnen schauen auf das neue Veteranenabzeichen des Kameraden.
Alle wollen das neue Veteranenabzeichen sehen. (Quelle: Bundeswehr/Detlef Schachel)

Heute arbeitet er als „Langzeit-Dienstleistender“ im Landeskommando Hessen der Bundewehr in Wiesbaden und ist dort als Kompaniefeldwebel tätig. Wie sehr man seine Arbeit dort schätzt wurde deutlich, als sein Team ihm nahezu überschwänglich zum übereichten Veteranenabzeichen gratulierte. Oberstabsfeldwebel Bauer bleibt bescheiden. Viele seiner Kameradinnen und Kameraden stecken viel Herzblut in ihre Arbeit. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Einzelne Reservist oder Aktiver sei. „Diese verbindende Klammer der neuen Veteranendefinition, die keinen ausschließt, finde ich besonders gut“, befindet Bauer dann auch, bevor er sich wieder seiner Arbeit zuwendet.


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Stand vom: 08.08.2019 | Autor: Detlef Schachel


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