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Die Reserve der Bundeswehr

Unter dem Begriff der Reserve werden alle personellen, materiellen, organisatorischen und infrastrukturellen Maßnahmen zusammengefasst, die einen Aufwuchs ermöglichen. Die Schwerpunkte dieser Maßnahmen beziehen sich auf personelle und organisatorische Aspekte. Die Reserve stützt sich im Wesentlichen auf das in den aktiven Truppenteilen vorhandene Material und deren Infrastruktur ab.

Der Zweck der Reserve leitet sich aus dem Auftrag der Bundeswehr ab. Die Reserve ergänzt und verstärkt die personellen Fähigkeiten des BMVg und aller Organisationsbereiche der Bundeswehr, sodass diese ihre Aufgaben im gesamten Einsatzspektrum erfüllen können. Reservisten werden dazu abhängig von ihrer Ausbildung und Verfügbarkeit in allen Aufgabengebieten der Bundeswehr eingesetzt. Sie tragen auch zum Aufbau neuer Fähigkeiten bei.

Darüber hinaus gewinnt die Reserve durch das Aussetzen der verpflichtenden Einberufung zum Grundwehrdienst an Bedeutung für einen der jeweiligen Lage angepassten Aufwuchs. Mit ihrer Präsenz in der Fläche wächst die Relevanz der Reserve als Mittler für die Bundeswehr in der Gesellschaft.

Neben der Rolle der Reserve für die Personalergänzung und -verstärkung sowie der Mittlerfunktion für die Bundeswehr in der Gesellschaft wird der Heimatschutz als wesentliche Aufgabe der Reserve gestärkt.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde zur Realisierung dieser Ziele die Konzeption der Reserve (KdR) entwickelt. Sie stellt – abgeleitet aus den Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR) - das zukünftige System der Reserve dar. Die KdR gibt Vorgaben für die Planung und die grundsätzliche Organisation der Reserve.

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Haus der Reserve

Reservisten werden einer der drei folgenden Kategorien zugeordnet. Diese Zuordnung ist jedoch nicht abschließend. Geeignete Reservisten können bedarfsgerecht, je nach Ihren persönlichen Lebensumständen und Möglichkeiten, innerhalb dieser drei Kategorien wechseln.

Die Truppenreserve dient der personellen Unterstützung und umfasst Einzeldienstposten in der Verstärkungs- und Personalreserve sowie in Ergänzungstruppenteilen. Diese dienen der Verstärkung der aktiven Verbände und bilden damit eine Grundlage für Durchhalte- und Aufwuchsfähigkeit. Insbesondere sind sie für den kurzfristigen Aufwuchs von Fähigkeiten geeignet.

Die Territoriale Reserve wird für territoriale Verbindungs-, Sicherungs- und Unterstützungs­aufgaben eingesetzt. Sie besteht aus der Bezirks-/Kreisverbindungsorganisation und den Stützpunkten für die zivil-militärische Zusammenarbeit. Hinzu kommen unter truppendienstlicher Führung der Landeskommandos – je nach regionalem Aufkommen – eine oder mehrere Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSUKp), deren Fähigkeiten auch im Rahmen der subsidiären Hilfeleistung im Katastrophenschutz eingesetzt werden können. Insgesamt sind 30. RSU-Kompanien aufgestellt.

Die Allgemeine Reserve umfasst die Gesamtheit aller nicht beorderten Reservisten. Sie ist Teil des Personalpotenzials für den Fall des langfristigen Aufwuchses der Bundeswehr. Angehörige der Allgemeinen Reserve können Dienst in der Bundeswehr leisten, soweit sie wehrrechtlich verfügbar sind.

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Ziel der Bundeswehr ist es, interessierte und geeignete Reservisten durch Beorderung langfristig an die Bundeswehr zu binden. Eine Beorderung ist in der Verstärkungs- oder Personalreserve möglich. Verstärkungs- und Personalreserve bilden den Ergänzungsumfang, der bereits im Frieden nach den Vorgaben der Organisationsbereiche bedarfsgerecht auszuplanen ist.

Die Verstärkungsreserve umfasst alle auf strukturgebundenen Dienstposten Beorderten. Sie dient unverändert zum Herstellen der vollen Einsatzbereitschaft von Dienststellen der Bundeswehr und des BMVg.

Die Personalreserve dient der planerischen Vorsorge zur Kompensation fehlenden Personals oder der Deckung eines temporär erhöhten Bedarf oder zur Steigerung der Durchhaltefähigkeit von Dienststellen.

Für die Phase der Neuausrichtung der Bundeswehr und damit auch der Reserve gibt es noch die Personalreserve Überleitung. Sie bietet die zeitlich befristete Möglichkeit zur Beorderung von Reservistinnen und Reservisten, denen nach Wegfall ihrer Beorderungsdienstposten nicht sofort ein neuer Beorderungs-Dienstposten aufgezeigt werden kann. Somit soll sichergestellt werden, dass beim Übergang in die neue Struktur bisher beorderte Reservisten nicht für die Bundeswehr verloren gehen.

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Stand vom: 10.08.16


http://www.reservisten.bundeswehr.de/portal/poc/resarb?uri=ci%3Abw.skb_resarb.reserve